Z13 – Prosper Schächte in Bottrop

Halbtägige Radwanderung durch Bottrop, ohne große Steigungen, vorbei an noch aktiven und schon stillgelegten Prosper-Zechen und deren Vorgängern. Das Bergwerk Prosper Haniel ist eines der ältesten Steinkohlenzechen im Ruhrgebiet und wird sehr wahrscheinlich auch die letzte fördernde Zeche in Deutschland sein, die dann im Jahr 2018 den Betrieb nach über 160 Jahren einstellen wird.

Infos zur Tour
Länge
: ca. 30 km; Rundtour ; Höhendifferenz:min./max.= 30/80 m ü. NN.; Fahrzeit: ca. 3,0 Std. Anforderungen: mittel
Ausgangspunkt: PKW: Bottrop, Hauptbahnhof. ÖPNV:
Haltestellen ÖPNV: Haltestelle „HBF-Bottrop“
Besichtigung: Josef Albers Museum (Quadrat);
Einkehr: Bernepark, Forsthaus Specht und Overbeckshof.
Autor: Klaus Michels; Eingestellt: 10/2014; Aktualisiert: 03/2016




Nov 18, 2017 - Sa
Bottrop Deutschland
Wind 4 m/s, SW
Druck 761.31 mmHg
6°C
Überwiegend bewölkt
Luftfeuchtigkeit 100%
Wolken 75%

Klicke auf die Symbole um Informationen zur Route zu sehen.

Wegführung

Startpunkt ist der Hauptbahnhof in Bottrop. (WP1) Hier kann man noch schnell etwas für ein kleines Picknick einkaufen und wer kein Fahrrad dabei hat, der hat hier die Möglichkeit sich eins bei Metropolrad Ruhr auszuleihen.
Wir fahren Richtung Essener Straße, überqueren diese an der Ampelanlage und halten uns dann links auf dem Radweg ca. 700m bis hinter die Eisenbahnbrücke (WP2), wo wir rechts ins Prosperwäldchen einbiegen. Nun halten wir uns links wo wir dann auf die Gebäude der zentralen Grubenwehr stoßen.
An den Ursprung der Prosperzechen erinnern heute nur noch die Gebäude der „Zentralen Grubenwehr“.
Zurück ins Prosperwäldchen fahren wir links bis zum Rhein-Herne-Kanal. Auf dem kleinen Wanderparkplatz (WP3) vor dem Kanal bietet sich ein Picknick an. Gestärkt geht’s am Kanal links, Richtung Essen.
Der Kurz vor der Berne, dem sogenannten „Köttelbach“ fahren wir links bis zur Hafenstraße. Rechts ab überqueren wir die Berne und folgen links dem Emscherradweg, parallel zur Berne bis zum Bernepark. (WP4+5)

Ein Besuch des Berne-Parks ist sehr empfehlenswert, da sich hier eine besondere Art von Übernachtungsmöglichkeit bietet. In fünf großen, grauen Betonröhren werden kuschelige Nachtlager für je zwei Personen angeboten. Das Besondere daran ist die Art der Bezahlung: Jeder gibt das, was es ihm Wert war, als Spende.
Nachdem wir die Halden an der Beckstraße verlassen haben, radeln wir wieder über die alte Zechenbahntrasse (Radwanderweg) zum Prosperpark und zur Hugo Reckmannstraße. Hinter dem Prosperpark verläuft der Radweg (Uferweg) rechts entlang des Kirchschemmsbaches an der ehemaligen Schachtanlage Rheinbaben vorbei. Nach dem wir die Rheinbabenstraße überquert haben, radeln wir bis zur Industriestraße und biegen links ab. Der Stenkhoffstraße folgend kommen wir am berühmt-berüchtigten Stenkhoffbad vorbei. (WP10)
Dr. Ludger Stratmann hat dieses Freibad in seinem Kabarett-Programm auf vielfältige Art und Weise beschrieben.
Dem Lauf der Emscher folgen wir bis zur Lichthorststraße wo wir den Fluß nach links überqueren. Am Kruppwald geht es rechts und dann nach links in die Knappenstraße. Hier sehen wir rechts die Hauptschachtanlage Prosper II (WP6) mit Malakoff-Turm und dem Förderberg. An der Morianstraße (WP7) biegen wir links ab und fahren zum Radwanderweg rechts zur Halde Beckstraße. Wer möchte, kann den Aufstieg zum Tetraeder wagen. Die ganz Harten können auch noch die Halde Prosperstaße, d.h. Alpin-Center Bottrop mit Biergarten unsicher machen. (WP8)
Hier auf dem Haldentop gibt’s verschiedene Freizeitangebote wie Sommerrodelbahn, Segway usw. (WP9) Die Sicht nach Norden zeigt den Strukturwandel. Hier, nicht unweit vom Haldenfuß lag die ehemalige Zeche Arenberg Fortsetzung mit den Schächten 1 und 2.
Die Stenkhoffstraße verlassen wir erst hinter dem Vorthsbach und biegen rechts in den Schienhörsterweg ein. Diesen Radweg folgen wir bis zum Forsthaus Specht. (WP11)
Egal zu welcher Tageszeit man hier eintrifft, es gibt eine tolle Speisenkarte und eine große Kuchenauswahl.
Nun geht es auf dem Radweg der Oberhausener/Bottroper-Straße rechts in Richtung Kirchhellen wo wir an der Ampelkreuzung Vossundern zur Schachtanlage Prosper IV Schacht 9 in die Fernewaldstraße abbiegen(WP12). Die Straße führt uns an den Halden Schöttelheide und Prosper Haniel zur Zeche Haniel. (WP13)
Hier sind die Schächte 1 und 2 noch aktiv für Bewetterung, Seilfahrt, Bergetransport und Wasserhaltung. Die Halde Prosper Haniel ist in unserer Wanderung W6 bereits ausführlich beschrieben.
Nach einer kleinen Runde durch die Zechensiedlung mit Birkhahnweg, Goldammerring, Sperlingsweg und Drosselkamp radeln wir weiter auf dem Waldweg X11 bis zu den Stadtteichen. Den Hauptweg zwischen den Teichen folgen wir am Marienhospital vorbei bis zum Josef Albers Museum, dem sogenannten Quadrat.
Wir verlassen den Park durch das Stadt-Tor-Portal an der Parkstraße und fahren am Jahnstadion vorbei bis zur Jahnstraße. Links bis zur Böckenhof-Straße und rechts bis zur Hans-Böckler-Straße.
Nun links am Verwaltungsgebäude der RAG vorbei entlang der Peterstraße und der Essener Straße.
An der Bergstraße geht’s rechts hoch bis zur Zeppelinstraße. Dann links und zur Bogenstraße rechts. Am Parkplatz der Villa Dickmann (WP14) gibt es einen Eingang zum ursprünglich zur Villa gehörenden Park mit seinem alten Baumbestand und dem Biotop „Vogelinsel“.
Im Park kann man sich schnell verfahren, deshalb empfehlen wir den Weg zurück über die Grünwaldstraße (WP15) am Kinderhort links bis zur Essener Straße. Dieser folgen wir, überqueren an der Stadtsparkasse die Freiherr-vom-Stein-Straße und biegen in die Bahnhofstraße ein. Noch einmal rechts abbiegen und wir sind am Ausgangspunkt HBF-Bottrop angekommen.

Schacht Geokoordinaten Teufbeginn – Verfüllt
Teufe (m)
Prosper I, Schacht 1 51.500692, 6.937476 1856-1976  1000
Prosper I, Schacht 4 51.502622, 6.937756 1893-1976    786
Propser I, Schacht 5 51.499791, 6.937137 1902-1976    636
Prosper II, Schacht 2 51.519011, 6.959766 1871-1987  1000
Prosper II, Schacht 3 51.517884, 6.959457 1892-1982  1020
Prosper II, Schacht 8 51.519068, 6.960817 1917-1987  1000
Schrägschacht/Förderberg 51.520652, 6.958513 1984    786
Prosper III, Schacht 6 51.531778, 6.932816 1906-1988    786
Prosper III, Schacht 7 51.532317, 6.932186 1908-1988    786
Prosper IV, Schacht 9 51.566971, 6.905940 1958  1000

Bereits im Jahr 1856 wurde nach Gründung der Arenbergschen Bergbau und Hüttengesellschaft durch Unternehmerfamilein wie: Waldthausen, Hammacher,Haniel, Huyssen, Morian und Grillo der Schacht Prosper 1 abgeteuft. Die Förderung wurde 1863 aufgenommen. Inhaber des Bergregals war der Herzog Prosper Ludwig von Arenberg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.