Z11 – Walsumer Schächte in Duisburg-Walsum und Voerde

Radtour von Duisburg-Walsums nach Voerde am Rhein und durch die Walsumer Rheinauen zurück. Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Königsstraße kurz hinter der historischen Hubbrücke in der Nähe des Hafen Walsum Nord. Von dort führt der Weg durch die Rheinauen mit schönem Blick auf den Rhein bis zum Kraftwerk Voerde. Kurz danach erreicht man Götterswickerhamm, einen Stadtteil von Voerde. Von dort ist der ehemalige Außenschacht Voerde des Bergwerk Walsum nicht mehr weit. Zurück zum Ausgangspunkt geht es wieder durch die Walsumer Rheinauen.

Infos zur Tour
Länge: 22 km; Höhendifferenz: 28 m; Fahrzeit: ca. 3 Std.; Anforderungen: leicht;
Ausgangspunkt: Parkplatz an der Königsstraße kurz hinter der Hubbrücke in Duisburg Walsum.
Haltestellen ÖPNV: Königstraße mit den Linien 905 und 919
Abstecher: Wasserschloss Haus Voerde (3 km von Götterswickerhamm), auch mit Einkehrmöglichkeit, Mit der Rheinfähre nach Orsoy.
Einkehr: Zur Arche in Götterswickerhamm, Rheinpromenade 2, 46562 Voerde bei Fisch und Kuchen; Walsumer Hof Rheinstraße 16, 47179 Duisburg, hinter dem Kraftwerk Walsum.
Autor: Klaus Brodowski, Eingestellt: 04/2012;
Aktualisiert: 04/2016




Sep 20, 2017 - Mi
Duisburg Deutschland
Wind 3 m/s, WSW
Druck 765.07 mmHg
16°C
Überwiegend bewölkt
Luftfeuchtigkeit 59%
Wolken 75%

Klicke auf die Symbole um Informationen zur Route zu sehen.

Wegführung

Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Königsstraße kurz hinter der Hubbrücke in Duisburg Walsum. Von hier aus ist der neue Kühlturm vom erweiterten Kraftwerk Walsum sowie die alte Hubbrücke am Hafen Walsum Nord, der früher zum Bergwerk Walsum gehörte und heute als Zulieferhafen für das Kraftwerk Walsum dient, gut zu sehen. Wir verlassen den Parkplatz Richtung Rhein und folgen  vorerst dem ausgeschilderten Rheinradweg mit dem Zeichen „RR“ (WP01) in Richtung Norden durch die Walsumer Rheinauen und erreichen nach einiger Zeit die Emschermündung (WP02). Man hat immer einen schönen Ausblick über den Rhein und das Umland auf westlicher Seite. Wenn man an schönen Tagen in südwestliche Richtung schaut, kann man in der Ferne die Halde Rheinpreußen in Moers mit der Landmarke „Das Geleucht“ erkennen (siehe auch unsere Wandertour Z01 – Rheinpreußen in Moers). Nach der Emscherbrücke halten wir uns links weiter auf dem Rheinradweg, der ab hier eine gemeinsame Wegführung mit dem Rotbachweg „Rotb“ hat, bis kurz vor der Rotbachmündung (WP03). Hier schwenken wir mit dem Rheinradweg nach rechts zur  Frankfurter Straße ab, da der geradeausführende Rotbachweg für Räder nicht geeignet ist.  Nur kurz fahren wir auf dem kleinen Weg parallel zur Straße, um dann vor dem Kraftwerk Voerde (WP04) wieder Richtung Rhein abzubiegen, und folgen ab jetzt wieder dem Rotbachweg (Rotb)……..

 

…Am (WP05) biegen wir kurz links in die Dammstraße ab. Vorbei an der Gasstätte Zur Arche“ und dann durch Götterswickerhamm, einem Stadtteil von Voerde. Im Ort gibt es weitere sehr gute Einkehrmöglichkeiten, auch mit Blick auf den Rhein.
Wir verlassen den Rotbachweg am Himmbruchweg (WP06) nach links. An der Hohe Straße (WP07) liegt der stillgelegte Außenschacht Voerde des Bergwerk Walsum, der nur in der Zeit von 1986 bis 2011 in Betrieb war . Zu sehen ist nach dem Abbruch der Tagesanlagen außer der Aufschüttung des Geländes leider nichts mehr. Wir fahren weiter über die Götterswicker Straße, Küpperstr., Löhner Kirchweg, Rügerstraße, Breiter Deich und erreichen dann die Frankfurter Straße (WP08), der wir nach Süden folgen. Ab der Ahrstraße (WP09) geht es weiter mit der Radbeschilderung „R10“ und „R19“ in südliche Richtung. Bald erreichen wir wieder die Walsumer Rheinauen. Am (WP10) verlassen wir die Wiesenstraße nach rechts und radeln in die Walsumer Rheinaue hinein. Wir folgen dem schönen Weg erst westlich dann nach Süden abknickend bis zum (WP11). Rechts ab über den kleinen Damm und am (WP12) wiederum nach Süden. Der sehr schöne Rheinauenweg führt uns direkt zum Ausgangspunkt zurück.

Schacht Geokoordinaten Teufbeginn – Verfüllung Teufe (m)
Walsum 1 / Franz Lenze 51.52937°, 6.71658° 1928 – 2008  913
Walsum 2 / Wilhelm Roelen 51.52910°, 6.71530° 1930 – 2008  913
Außenschacht Voerde 51.58475°, 6.64733° 1981 – 2011  1056
Wehofen 1 51.53187°, 6.76015° 1909 -1993  994
Wehofen 2 51.53079°, 6.76023° 1909 -1993  466
Schacht Gerdt 51.47728°, 6.67580° 1943 – 2004 573

August Thyssen war es, der Ende des 18. Jahrhunderts am Niederrhein Grubenfelder erwarb. Unter anderem auch im Bereich nördlich von Duisburg. Im Jahr 1904 folgte dann der Teufbeginn eines Vorschachtes im Bereich Walsum. Mehrere Versuchsbohrungen wurden in den folgenden Jahren unternommen. Während des 1. Weltkrieges ruhten dann die Arbeiten auf dem Gelände. Erst im Jahr 1919 ging es endlich weiter. Doch schon 1923 war durch die Besetzung des Ruhrgebietes durch die Franzosen wieder vorbei. Zwischenzeitlich starb August Thyssen. Sein Sohn war es, der 1927 die Bergwerksgesellschaft von seinem Vater übernahm und im Jahr 1928 die Teufarbeiten für Schacht 1 und im Jahr 1930 die für Schacht 2 initiierte. Zum Ende des 2. Weltkrieges wurden die Tagesanlagen weitgehend zerstört, sodass der Betrieb im Jahr 1945 vorrübergehend eingestellt werden musste. In den Nachkriegsjahren wurde die Anlage immer weiter ausgebaut. 1968 wurde das Bergwerk Walsum Teil der neuen Ruhrkohle AG. 1976 sind die Schächte Wehofen 1/2 von der stillgelegten Zeche Friedrich Thyssen 2/5 hinzu gekommen. In den Folgejahren wurde noch der Schacht Gerdt (Rheinpreußen 8) von der Zeche Rheinland übernommen. Durch die fortscheitende Nordwanderung des Bergbaus wurde im Jahr 1981 der Außenschacht Voerde in Götterwickerhamm direkt am Rhein abgeteuft. Lange Bestand hatte die Anlage leider nicht. Sie wurde schon im Jahr 2011 wieder stillgelegt, verfüllt und abgerochen. Die Hauptschachtanlage wurde im Jahr 2008 stillgelegt. Heute sind noch das denkmalgeschützte Fördergerüst von Schacht 1 (Franz Lenze) und das von Schacht 2 (Wilhelm Roelen) zu sehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.