Z10 – Niederberg Schächte in Neukirchen-Vluyn und Moers

Mit dem Rad durch kleine Siedlungen, typisch niederrheinisch ländliche Gegenden und an ehemaligen Schachtstandorten vorbei. Der Rundweg beginnt südlich der Halde Norddeutschland und führt uns zunächst auf die Halde mit schöner Weitsicht über das westliche Ruhrgebiet. Weiter zum Schacht Norddeutschland, von dem noch Gebäude und das Schachtgerüst zeugen. Durch klassische niederrheinische Landschaften, Wälder und an Weiden und Wiesen vorbei. Weiter südlich zum ehemaligen Schacht Niederberg 4 (Tönisberg und Schacht Niederberg 3 (Kapellen) nahe der BAB 57. Zurück in nördlicher Richtung geht es zur ehemaligen Hauptschachtanlage Niederberg 1/2/5. Durch Siedlungen, an Wiesen und Felder vorbei kommen wir wieder Ausgangspunkt zurück.

Infos zur Tour
Länge
: 43 km; Rundtour vorwiegend ländlich, auf ruhigen Straßen und Wegen; Höhendifferenz: 82 m; Fahrzeit: ca. 3,5 Std.; Anforderungen: mittel;
Ausgangspunkt: : 47506 Neukirchen, Geldernsche, Parkplatz am Haldenaufgang zur Halde Norddeutschland;
Haltestellen ÖPNV:  In der Nähe des WP04 befindet sich die Haltestelle Am Honigshuck, Linie 076 der NIAG
Einkehr: Landschänke zur Grenze, Eyller Str. 75,47506 Neukirchen-Vluyn; Gasthaus Samannshof, Littardweg 55, 47506 Neukirchen-Vluyn am WP06; Restaurant Feltgenhof, Krefelder Straße 244, 47447 Moers am WP16
Autor: Klaus Brodowski, Eingestellt: 06/2012;
Aktualisiert: 04/2016




Nov 18, 2017 - Sa
Neukirchen-Vluyn Deutschland
Wind 4 m/s, SW
Druck 761.31 mmHg
6°C
Überwiegend bewölkt
Luftfeuchtigkeit 100%
Wolken 75%

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Wegführung

Ausgangs- und Zielpunktpunkt ist der Parkplatz an der Halde Norddeutschland (Himmelstreppe), Geldernsche Straße. Von hier nordwestlich am Fuß der Halde entlang (750m), dann rechts in das Sträßchen (WP01), dass uns zum Haldentop führt, abbiegen und zum höchsten Punkt der Halde hochfahren (1200m). Die Mühe des Bergauffahrens lohnt sich auf jeden Fall. Von dort hat man eine herrliche 360° Aussicht (WP02). Den gleichen Weg wieder herunterfahren und am Haldenfuß nach rechts abbiegen (WP01) und dem Weg rechts um den ehemaligen Schachtstandort Norddeutschland (WP03) bis zur Rayer Straße folgen (ca. 690 m). Links abbiegen und der Rayer Straße bis zur Neenrathsstraße folgen (850m). Wir überqueren die L476, bleiben aber weiter auf der Neenrathstraße. Kurz nach der L476 (200m) biegen wir links ab. Wir folgen weiter der Neenrathstraße bis zum Am Honigshuck (WP04). Dann nach rechts bis zur Eyller Str. (400m). Hinter der Lanschänke zur Grenze links auf die L491 abbiegen und dann rechts in die Mühlenstraße einbiegen (350 m). Weiter bis zum Waldweg dem wir nach rechts folgen (450 m). Dann scharf links in den richtigen Waldweg (WP05), dem wir bis zur Geldernschen Straße folgen (780 m). Diese überqueren wir und fahren weiter gerade aus auf der Vlynbuscher Strasse/Littardweg. Wir fahren geradeaus und erreichen die Gaststätte „Samannshof“ (WP06) mit großem Biergartenbetrieb (1800m). Weiter auf dem Littardweg bis zur Hochkammerstraße/Rayener Straße, K9 (WP07), in die wir nach rechts abbiegen. Wieder links in An Hacksteinskuhlen (280m) und weiter bis zur Vlyner Straße, L140 (1450m) (WP08). Diese überqueren und halbrechts weiter auf dem Waldweg bis zu einer Wegkreuzung (500m). Dann links halten und weiter den Waldweg fahren. An der Kreuzung Alte Poststraße/Eichenkamp angekommen (200m), halbrechts in den Leursweg biegen (kein…

 

…Straßenschild!) und folgen ihm immer geradeaus (1480m). Kurz vor einem Gehöft biegen wir links Richtung BAB 40 ab (WP09) und überqueren die Autobahn und fahren die rechte Rampe der Brücke hinunter. Wir folgen dem Weg bis zu einer Wegkreuzung (420m), dann rechts weiter über die Schaephhuysener Straße, L478 und geradeaus in die Niederrheinstraße, der wir bis zum Kirchweg folgen (1000m). Links weiter bis zu einem kleinen Wäldchen (285m), dann einen kleinen schmalen Weg rechts hinauf zum ehemaligen Schacht Niederberg 4 (250m) (WP10). Nun steht man an der ehemaligen Hauptzufahrt der Schachtanlage. Einige Gebäude der Zeche sind noch gut erhalten und werden heute von einer Firma genutzt. Das Schachtgerüst ist ebenfalls noch zu sehen. Weiter geht es die Zufahrtsstraße herunter bis zum Windühlenweg, K23 der wir links bergab folgen (320m). Nach den gewerblichen Eindrücken bei der ehemaligen Schachtanlage kommen wir jetzt wieder in einen ländlichen geprägten Abschnitt mit Feldern und, Weiden und Wiesen, wie man ihn am linken Niederrhein oft findet. An der Ampelkreuzung folgen wir rechts immer geradeaus dem wenig befahrenen Erprathsweg mit dem Haus Erprath und später den Der Oberweg bis hinter Am Wolfsberg und biegen rechts in den Achterberg ab (1750m) (WP11). Bald geht er in den Waldwinkelsweg über und wir fahren weiter über die Hülser Straße bis zur Krefelder Straße, L475 (3000m) (WP12). Rechts ab nehmen wir den Radweg neben der Landstraße um kurz danach links in die Kapellener Straße, K1 der wir folgen (1400m). Rechts ab in den Hohenforsterweg (740m), links in die Luiter Straße (WP13). Hier radeln wir an schönen Baggerseen vorbei und bis zum Achterrathsheideweg ab (950m) (WP14). -Von der Kreuzung Achterrathsheideweg kann man als Abstecher kurz geradeaus weiter zum ehemaligen Schacht Niederberg 3, auch Schacht Kapellen genannt, an der BAB 57 fahren (hin und zurück 1900m) (WP15).- Links in den Achterrathsheideweg und bald kreuzen wir die Nieper Straße, K1 und weiter auf dem Hülskensweg/ Rosendahlstraße wieder nach Nordwesten.  An der Krefelder Straße, L475 angekommen (2350m) (WP16), kann man im „Feltgenhof“ einkehren (ca. 150m links). Über die Landstraße fahren wir gerade aus weiter über Am Ophülsgraben und folgen diesem bis zum Weimannsweg (1200m). Auf diesem Weg weiter bis zum Trixweg in den wir links abbiegen (290m). Immer dem Trixweg folgend, kreuzen wir wieder die BAB40 durch einen kleinen Tunnel (WP17). Bald geht der Trixweg in den Fürmannsbeck über und weiter geradeaus immer nordwärts bis zum Bendschenweg (1810m). Dort angekommen wird es wieder städtisch. Links ab fahren wir bis zur Innenboltstraße in Richtung der Schächte Niederberg 1 und 2 (WP18). Es ist leider nicht mehr viel übrig von der einst stolzen Schachtanlage. Die beiden Schachtgerüste sind aber als Landmarken gut zu erkennen. Über die Fritz-Baum-Allee erreichen wir schnell die Niederrheinallee (WP19). Rechts herum und über den schönen, neu angelegten Radweg wieder ostwärts. Jetzt sehen wir auf der rechten Seite die Schächte Niederberg 1 und Niederberg 2 rechts. Auf der linken Seite war früher der Schacht Niederberg 5 (WP20). Heute ist nur noch eine Protegohaube zu sehen. Die Fläche ist nun mit neuer Wohnbebauung erschlossen. Weiter bis zur Vietenstraße (1450m) (WP21). Ab hier wird es wieder etwas ländlicher und wir fahren durch Wiesen und Felder. Weiter nach links in die Jahnstraße. Der folgen wir, der Weg wird immer enger, wir halten uns links, biegen an einem kleinen Wäldchen nach links (800m), weiter dem Weg folgend hinter dem Sportplatz rechts ab (850m) bis zur Tersteegenstraße der wir nach rechts über den Radweg folgen. Biegen dann wieder links ab in die Boschheidestraße (850m) und wieder rechts in den Seiltgenweg (800m) (WP22) und erreichen nach rechts über die Hochkammerstraße wieder die Geldernsche Straße, L474 (1600m) (WP23). Von hier ist unser Ausgangspunkt an der Halde Norddeutschland nicht mehr weit. Kurz nach rechts und wir haben den Parkplatz am Ausgangspunkt wieder erreicht.

Schacht Geokoordinaten Teufbeginn – Verfüllung Teufe (m)
Niederberg 1 51.44049°, 6.55687° 1912 – 2002 780
Niederberg 2 51.44027°, 6.55572° 1913 – 2002 780
Niederberg 3 51.40259°, 6.60026° 1954 – 2002 630
Niederberg 4 51.41162°, 6.48845° 1959 – 2002 780
Niederberg 5 51.44271°, 6.55514° 1964 – 2002  1162
Norddeutschland 51.47384°, 6.55894° 1929 – 2007  381

Bereits 1855 wurden in diesem Bereich Grubenfelder mit einer Größe von ca. 61 km² einem „verliehen“ und 1872 an die „Gewerkschaft Verein“ verkauft. Typische Anteilseigner waren Bauern aus der Umgebung sowie sonstige Bürger. Aber Bergbau wurde wegen des fehlenden Geldes erst ab dem Kauf durch die Firma Krupp im Jahr 1911 dort betrieben. 1912 wurde Schacht 1 abgeteuft und dann 1913 Schacht 2. Die Kohleförderung erfolgte ab dem Jahr 1917 an Schacht 1. Durch den ersten Weltkrieg wurde die Analgen nur zögerlich erweitert. 1924 Ist dann eine Brikettfabrik errichtet worden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde im Jahr 1952 die Endteufte von 780 m an Schacht 2 erreicht. In den Folgejahren kamen die weiteren Schachtstandorte hinzu. 1968 ging alles in der seinerzeit neu gegründete Ruhrkohle AG auf. Im Jahr 2002 war dann das Ende des Bergbaues in Neukirchen-Vluyn nach 147 Jahren gekommen. Jetzt stehen nur noch einige wenige Zeugnisse des Bergbaus. Die Schachtgerüste Niederberg 1 und 2 gehören dazu.

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